Der Lebenszyklus der Drachen

Ein sehr wichtiger Punkt in der Drachenkunde ist der Entwicklungszyklus und Lebenszyklus. Drachen haben die höchste Lebenserwartung aller Lebewesen, die je nach Art unterschiedlich ist.

Inhalt: hier findet ihr die Entwicklung des Embryos zum Drachenwelpe. Klickt auf Entwicklungszyklus um die einelnen Entwicklungsstadien der Drachen zu sehen.

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Einführung:

Der Lebenszyklus der Drachen erinnert an den der Echsen. Allerdings lernen Drachen in ihrer Jugendzeit aktiv, während das Verhalten der meisten Echsen angeboren ist.

Drachen Eier

Drachen legen bekanntermaßen Eier. Ihre Größe variiert, je nach Art, erheblich. Dracheneier sind sehr hitzebeständig und können auch gut Wärme speichern. Weibliche Drachen können vom jungen Erwachsenenalter an Eier produzieren und bleiben bis zum hohen Alter fruchtbar. Sie könnten theoretisch alle drei Jahre zwei bis vier Eier legen.  Normalerweise sind gewöhnliche Drachen sehr fürsorgliche Eltern und kümmern sich um ihren Nachwuchs. Manche Arten verstecken ihr Gelege jedoch überlassen sie sich selbst. Drachenebryonen  brauchen drei Jahre zur vollständigen Entwicklung.

                                 BRUTZEIT!!!

Die Brutzeit ist sehr anstrengend für das Weibchen, da manche Eier mehr Wärme als andere benötigen (je nach Drachenrasse). Das Männchen ist meistens für die Futterversorgung zuständig. Wenn dem Weibchen langweilig ist, brütet das Männchen, und das Weibchen sucht Futter. (Bei Weibchen die alleine für die Eier zuständig ist, ist es noch schwieriger. Sie müssen nämlich ihr Gelege manchmal alleine lassen um Futter zu bekommen. Da ist ihre Brut vielen Fressfeinden ausgesetzt. Besonders besorgte Mütter ernähren sich in dieser Zeit von nährstoffhaltigen Mineralien und Früchten, oder Pflanzen die in der Nähe wachsen. Auf die Jagd zu gehen wäre in dieser Zeit zu riskant.) Drachenweibchen legen höchstens drei bis vier Eier, manche nur eines. Bei Drachenweibchen (die allein für das Ausbrüten zuständig sind) kommt es manchmal zur Legenot, wenn sie kein passendes Versteck finden. (Mehr unter Verhalten\Aktivitäten Brüten) Dracheneier haben eine sehr wiederstandsfähige Schale. Sie sehen bei jeder Art äußerlich verschieden aus. Manchmal ist die Schale glatt, manchmal rau, oft auch gepunktet oder mit Mustern übersät. Hier sind ein paar Beispiele für Eier.

Das erste ist das eines Edelsteindrachens, das zweite gehört einem Eisdrachen, das dritte einem Knucker (unscharf), das vierte einem Wyvern und das letzte gehört einem Flugdrachen.

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Ein vollentwickeltes Drachenei eines gewöhnlichen Drachen wiegt im Durchschnitt 4-5 kg. Die Eier der größten Drachen sind ungefähr 40-50 cm hoch und haben einen Radius von 20 cm. (Hängt von der Art ab) Hier ist ein weiteres Ei. Man kann deutlich den Embryo erkennen (Abbildung darunter). Drachen werden während der Entwicklung im Ei auch "Kücken" genannt, während des Schlüpfens und kurz danach "Wyrmling" und als Jungdrache "Welpe".

Hier ist das Ei eines Echsendrachens (dem zweit kleinsten Drachen)

So groß wäre das Ei gegen einen Mensch.

Der Aufbau eines Dracheneis

Bei den Drachen wird das Ei im Körper gebildet und nach einer bestimmten (artabhängigen) Trächtigkeitszeit abgelegt, die weitere Entwicklung des Embryos im Ei vollzieht sich während der Inkubationszeit des Eies.Alle Dracheneier werden von einer äußeren Schale geschützt. Man unterscheidet weichschalige und hartschalige Arten. Die Eischale besteht hauptsächlich aus Kalziumcarbonat und einer fasrigen, proteinhaltigen Unterschicht. Ihre Aufgabe ist es den Embryo vor mechanischen, mikrobakteriellen Einflüssen zu schützen, den Gasaustausch zu gewährleisten und den Flüssigkeitshaushalt zu regeln.
Zusätzlich dient die Schale (besonders die der hartschaligen Eier) den Embryos in der Entwicklung als Mineralstoffquelle.
Unter der Schale befindet sich der Eimembran.
Das netzartige Fasergeflecht bestimmt die Festigkeit der Eischale. Bauen sich die Kalkteilchen dicht, säulenartig und regelmäßig von der Eimembran auf,
ist die Eischale hart

(z. B. Platindrache), entwickelt sich nur eine dünne Kalkschicht oder nur einzelne Kalkablagerungen, ist das Ei weichschalig.
Dracheneier beinhalten einen großen Dotter, in dem wichtige Spurenelemente, Vitamine und Mineralstoffe gespeichert sind. Der Dotter wird meist bei der Entwicklung der Jungtiere nicht vollständig aufgebraucht, und dient vielen nach dem Schlupf noch einige Tage als Nahrungsquelle.
Der Dotter wird an der Oberfläche von dem Dottermembran eingehüllt und ist vom Eiklar (Albumin) umgeben. Das Eiklar besteht aus 98% Wasser, und dient vor allem in hartschaligen Eiern als Wasserspeicher. Weichschalige Eier sind in der Lage aus der Umgebung Feuchtigkeit aufzunehmen.
Dracheneneier sind in bestimmten Entwicklungsphasen sehr empfindlich gegenüber Drehungen, da der Dotter nach einiger Zeit nach unten sinkt.

Die Entwicklung des Embryos

Sofort nach der Befruchtung im oberen Teil des Eileiters, beginnt die befruchtete Eizelle sich zu teilen. An der Oberfläche der sich teilenden Zellen bilden sich dabei Furchen. Dadurch nennt man diese Entwicklungsphase Furchung, die entstehenden Zellen Furchungzellen.
Die Furchung umfasst nur das Bildungsphlasma, der Dotter bleibt ungefurcht. In ihm bildet sich, am animalen (oberen) Pol, die Keimscheibe.
Zwischen dem Dotter und der Keimscheibe entsteht die Subgerminalhöhle, dann umwächst die Keimscheibe den Dotter.
Neben dem Dottersack werden weitere schützende Fruchthüllen gebildet (Chorion, Amnion, Allantois). Diese Hüllen schützen den Embryo vor Austrocknung , mechanischen Einwirkungen und sind wichtig für die Atmung.
Das Amnion ist eine Membran, die den Embryo umhüllt. Innerhalb befindet sich eine schleimige Flüssigkeit (Amnionflüssigkeit), die den Embryo schützt.
Der Allantoissack entsteht durch eine Ausstülpung des hinteren Verdauungstrakts des Embryos.
Die Entwicklung des Embryos beginnt bereits im Mutterleib, und setzt sich nach der Eiablage fort. Der Entwicklungsstand des Embryos bei der Eiablage bestimmt die Inkubationsdauer, die bei den verschiedenen Drachenarten sehr unterschiedlich ist. Je nach Art kann die Inkubationszeit von einigen Monaten über einige Jahre (Ch. parsonii- 3 Jahre) reichen.

1. Entwicklungsstadium

Nun sehen wir in das innere eines Dracheneis. Nach drei Monaten: Erstes Entwicklungsstadium eines Embryos.

2. Entwicklungsstadium

Im zweiten Stadium werden Einzelheiten erkennbar. Die noch weiche Schuppenhaut, nimmt die Welpenfarbe an. Nun sind auch Hörner, Augenlieder, eine Flughaut und richtige Krallen entstanden. Nach zwölf Monaten.

3. Entwicklungsstadium

Im dritten Stadium bildet sich ein Eizahn, der dem Welpen helfen wird, die Schale aufzubrechen. Manche Drachenarten, denen kein Eizahn wächst, können die Schale mit den Hörnern aufbrechen. Nach 24 Monaten:

 

GEBURT

Nach 36 Monaten schlüpfen die ersten. Bei der Geburt kann man Männchen und Weibchen an den Schwanzspitzen und Hörnern gut unterscheiden. Weibchen oben, Männchen unten. Der Eizahn fällt ab. Die frisch geschlüpften werden Wyrmlinge genannt (mehr dazu unter Entwicklungszyklus) Die Drachen sind nach der Geburt sehr hungrig und brauchen sofort Fressbares. Wenn nicht beginnen sie den Dotter und das Eiklar zu fressen. Wenn hungrige frische Welpen nicht überwacht werden, kann es sein, dass sie ihre Geschwister angreifen. Meist bleibt ein Drache auf um die jungen zu überwachen. Der andere bringt Futter.